dghd 2018: Symposium

Hochschuldidaktische Forschung stellt ganz spezifische methodologische Ansprüche, die aktuell von keiner ihrer Bezugsdisziplinen hinreichend eingelöst werden können. Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd 2018) am KIT Karlsruhe wollen wir uns mit den Besonderheiten dieser Art von Forschung und den Herausforderungen, vor die sie gestellt ist, in einem 3,5-Stunden-Slot auseinandersetzen. „Wir“, das sind Prof. Dr. Carolin Kreber (Edinburgh), Prof. Dr. Klaus-Peter Wild (Regensburg), Prof. Dr. Gabi Reinmann (Hamburg) und ich. Gemeinsam haben wir ein Symposium eingereicht, in dem wir verschiedene Ansätze, die aktuell im hochschuldidaktischen Kontext diskutiert werden, miteinander ins Gespräch bringen und kritisch auf ihr Potential hin abklopfen möchten, zur Bearbeitung der spezifischen Probleme hochschuldidaktischer Forschung beizutragen. Es handelt sich dabei um Ansätze, die auf unterschiedlichen wissenschaftstheoretischen Ebenen gelagert sind:

  • Design-Based Research
  • Scholarship of Teaching & Learning
  • Autoethnografie

Während man bei Design-Based Research fast schon von einem Forschungsparadimga (im Kuhn’schen Sinn) sprechen kann, handelt es sich bei Scholarship of Teaching & Learning (SoTL) eher um eine bestimmte „Haltung“ gegenüber der eigenen Lehre, oder allenfalls eine Art „Maxime“, der sich eine „Bewegung“ (i.S. des Community-Gedankens) zugehörig fühlt (vgl. Schmohl, 2018 [im Druck]).

Bei der Autoethnografie schließlich handelt es sich um eine Methode, die insbesondere im anglo-amerikanischen Kontext aktuell in zwei Varianten diskutiert wird: einer „analytischen“, die der qualitativen Sozialforschung nahesteht, und einer „evokativen“, die mit kulturwissenschaftlichen Methoden assoziiert ist (vgl. Reinmann & Schmohl, 2016).

Im Mittelpunkt des Symposiums steht die Frage, ob diese drei Ansätze geeignet sind, zu einem Erkenntnisrahmen in der hochschuldidaktischen Forschung verknüpft zu werden. Für den Ablaufplan haben wir die drei Punkte auf jeweils einen von uns als Schwerpunkt aufgeteilt: Gabi Reinmann referiert Design-Based Research, Carolin Kreber wird SoTL vorstellen, ich präsentiere die Autoethnografie und Klaus-Peter Wild fungiert als Diskutant, der die jeweiligen Zugänge kritisch anhand eines Co-Referats hinterfragt.

Zeitpunkt des Symposiums ist Donnerstag, 1. März 2018, 15:00-18:30 Uhr. Wir haben dafür den Senatssaal (Gebäude 11.30) zugewiesen bekommen und hoffen auf einige interessierte und/oder kritische Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

Literatur

  • Schmohl, T. (2018) [im Druck]. Inquiry-based self-reflections: Bridging the notions of German ‘Bildung’ and the Scholarship of Teaching and Learning (SoTL). In B. Jansen-Schulz & T. Tantau (Hrsg.), Principals, structures and requirements of excellent teaching (Blickpunkt Hochschuldidaktik, Bd. 134). Bielefeld: wbv.
  • Reinmann, G. & Schmohl, T. (2016). Autoethnografie in der hochschuldidaktischen Forschung. Impact Free, 3 (Juli 2016), 1-6. Verfügbar unter http://gabi-reinmann.de/wp-content/uploads/2016/05/Impact-Free-3.pdf

 

One Comment

  1. Pingback: Programm der dghd-Jahrestagung 2018 | Tobias Schmohl

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