Externe Experten einbinden?

Welche Rolle können Experten außerhalb einer Hochschule für die akademische Lehre spielen? Welche neuen Perspektiven können sich ergeben und welche Erfahrungen haben akademische Einrichtungen mit externen Lehrkooperationen gemacht? Wann ist es sinnvoll, sich Expertise von “außen” zu holen und in welchen Fällen sollte man darauf lieber verzichten? Wann wird aus einer (vermeintlichen) Kooperations- eher eine Kontrollbeziehung? Und widerspricht eine Vorgabe zur Kooperation mit externen Partern in Studiengangs-Modulen gar dem Grundsatz akademischer Freiheit?

Die Frage nach dem Einbinden externer Fachleute in der Hochschulbildung lässt sich kontrovers diskutieren. Sie mündet in die allgemeinere Thematik, welche Kriterien wir für ein universitäres Qualitätsmanagement im Bereich “Lehre” heranziehen wollen.

Morgen Abend, Donnerstag (18:00-19:30 Uhr) wird Prof. Dr. Karl Wilbers am HUL (Raum 2018) einen öffentlichen Vortrag zur Einbindung externer Expertise bei der Gestaltung von Lehre in Hochschulen halten. TwitternWilbers leitet den Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung an der Universität Erlangen. Sein Vortrag wird an mehreren Beispielen die Rolle externer Expertise bei der Gestaltung der Lehre in Hochschulen beleuchten und die zentrale Rolle der Integration externer Expertinnen und Experten in den grundlegenden Normen des Qualitätsmanagements an Hochschulen herausarbeiten. Er wird dabei zeigen, dass das Verständnis allgemein bleibt und inkonsistent angelegt ist: Die Aufgaben und Rollen externer Expertinnen und Experten sind in den Normen des Qualitätsmanagements unscharf und z.T. widersprüchlich. Die Positionsbestimmung changiert zwischen „kritischen Freundinnen und Freunden“ und „Kontrolleurinnen und Kontrolleuren“. „Unabhängigkeit“ bzw. „Unbefangenheit“ ist für Wilbers kein Selbstzweck, hat seinen Preis und kann gar kontraproduktiv sein.Der Vortrag ist öffentlich! Kurzentschlossene — auch außerhalb der UHH — sind herzlich eingeladen.

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