Subjektives Schreiben

Im Frühjahr 2019 werde ich eine Ausgabe des Journals der Schreibberatung (JoSch) des wbv-Verlags herausgeben. Thema ist Autoethnografie und subjektives Schreiben. Der Call for Papers (s.u.) richtet sich dabei vorrangig an die schreibdidaktische Community, ist aber recht offen gehalten. Er erscheint in der aktuellen Ausgabe Nr. 16 und wird zusätzlich …

Schreibdidaktik: Online-Seminar

Für die Universität Stuttgart habe ich über’s Wochenende ein Online-Seminar aus dem Bereich „Schreibdidaktik“ durchgeführt. Genauer: Ein Seminar zur Erstellung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten, mit dem Titel „Akademisches Schreiben & Arbeiten: Verfahrensmodelle, Methoden und Strategien der wissenschaftlichen Texterstellung„. Die Veranstaltung wurde im Rahmen der fachübergreifenden Schlüsselqualifikationen (SQ) der Universität Stuttgart angeboten — …

Wissensorganisation

Das Schreiben eines wissenschaftlichen Texts stellt heute ein komplexes multimodales Kommunikationsereignis dar. Das ist insbesondere mit Blick auf die verschiedenen Modi der Wissensorganisation relevant, die bei der Erstellung am Werk sind. Der Begriff der Multimodalität steht in der Linguistik für den Gebrauch und die Kombination verschiedener semiotischer Modi. Multimodalität liegt …

Werkstatt für Wissenschaft

An der Universität Stuttgart gebe ich diese Woche einen Intensivkurs zu „Aufbau, Stilistik, Schreibprozess bei wissenschaftlichen Abschlussarbeiten“. Die Veranstaltung richtet den Fokus auf Prägnanzstrategien, d.h. die Frage, wie man komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge so darstellen kann, dass sie verständlich bleiben, ohne den Sinn dabei zu entstellen. Sie ist für fortgeschrittene Studierende …

10 Jahre virtuell

An der Universität Tübingen gebe ich kommende Woche eine Fortbildung für das didaktische Personal des Schlüsselqualifikationsprojekts „Virtuelle Rhetorik“. Wer mich etwas länger kennt, weiß, dass ich eine ganze Weile in diesem Projekt gearbeitet hab, daher hatte ich mich unheimlich gefreut, als ich im September von meinem Nachfolger angefragt wurde — …

Sokal 2.0

Von Georg Lind bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass es wohl kürzlich in der Sonderpädagogik einen ganz interessanten Vorgang gab, der mich ein klein wenig an die „Sokal-Affäre“ erinnert: Katja Koch (Rostock) und Stephan Ellinger (Würzburg) hatten zwei Publikationen mit dem Ziel lanciert, eine Debatte um die gängige Wissenschaftspraxis …

Reflexion als theoretisches Konzept?

Metaphorische Konzepte sind im wissenschaftlichen Sprachgebrauch verpönt. Begegnet uns eine Metapher in einer Arbeit, die wir betreuen, bitten wir in aller Regel die Person, die sie verwendet hat, eine prägnantere Formulierung zu finden oder das Argument durch Explizieren der Prämissen eindeutiger darzustellen. In letzter Zeit begegnen mir immer wieder Metaphern …

Autoethnografie

Im Bereich der qualitativen Methoden gibt es einen relativ jungen Ansatz, auf den mich vor einiger Zeit Gabi Reinmann  aufmerksam gemacht hat — die Autoethnografie. Während der Begriff hierzulande noch kaum bekannt ist, gibt es gerade in den letzten Jahren eine ziemlich breite Diskussion im US-amerikanischen Forschungsdiskurs dazu, und zwar …

Warum bloggen?

Ist es nicht irrational, vielleicht sogar unvernünftig, sich immer wieder mit so etwas wie einem virtuellen Tagebuch aufzuhalten? Natürlich frage ich mich das ab und an. Ich habe noch keine abschließende Antwort darauf, aber ein paar Gedanken, die ich hier teilen möchte. Ich glaube, dass es uns bloggenden Wissenschaftlern da …