Turbulenter Februar

Ich hatte ganz vergessen, wie turbulent wissenschaftliche Stellen sein können: Zwar hab ich dank einer richtig guten Arbeitskultur im HUL unheimlich weite Freiräume in der Einteilung meiner eigenen Arbeit und besonders auch in der Zeit- und Ortsplanung, aber ich neige nach wie vor dazu, mir Termine möglichst thematisch gebündelt zu legen, was manchmal zu eng getakteten Wochen und Terminen führt. (Dadurch war es in letzter Zeit hier auch etwas ruhig im Blog — soll sich aber die nächsten Wochen ändern. ;-))

So hab ich in den Februar gleich mal neben zwei Kursen meiner Lehrverpflichtung in unserem berufsbegleitenden Masterprogramm “Master of Higher Education” auch zwei externe Lehraufträge gelegt: einen an der Zeppelin Universität Friedrichshafen, in dem es um die didaktische Qualifizierung der Tutoren aller grundständigen Lehrprogramme dort geht und einen anderen an der Universität Stuttgart, wo ich im Bereich Schreibdidaktik einen Vier-Tage-Workshop zu Forschungsdesign und wissenschaftlichem Schreiben durchgeführt habe.

Um das Jetsetting noch komplett zu machen, war ich dann Ende des Monats zusammen mit meinem Kollegen Sebastian für Kooperationsgespräche im Baltikum unterwegs. (Das war unheimlich spannend; darüber berichte ich hier bei Gelegenheit mal separat.) Von dort ging es dann direkt auf die Dortmund Spring School 2016, wo ich unsere Lehrprogramme am HUL vorstellen und einen Vortrag zu den geplanten Zertifikatsstudien halten durfte.

Eine ziemlich intensive Zeit, also, die letzten Wochen, in denen ich viele neue Leute kennen gelernt und einiges an interessanten Kontakten knüpfen konnte. Ich merke jetzt erst so richtig, wie breit die Community rund um das Themenfeld “universitäres Lehren und Lernen” bzw. “Hochschuldidaktik” aufgestellt ist. Und eines war mir eigentlich bewusst, ich hab es in den letzten Wochen aber erst wieder ganz stark gemerkt: wissenschaftliche Arbeit besteht zu einem großen Teil aus Diskurs, und der ist in dem Umfeld, in dem ich hier arbeiten darf, intellektuell ungeheuer anregend. Das liegt sicher ein Stück weit an den vielfältigen Hintergründen der verschiedenen Akteure, die an unseren “Schnittstellenthemen” arbeiten. Es liegt aber auch an den Themen selbst: universitäre Lehre ist eben alles andere als trivial, und der Austausch darüber ist auch durch die verschiedenen Zugänge der an ihr interessierten Personen ein hoch spannender Problemkomplex.

 

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