wettbewerbsbasierte Lehrförderung

Nach der Positionierung des Wissenschaftsrats zu einem wettbewerbsbasierten Fördersystem für die Hochschullehre und der ebenso raschen wie deutlichen — aber richtigen! — Ablehnung dieses Vorschlags durch die Hochschulrektorenkonferenz gibt es nun deutschlandweit eine Vielzahl an Wortmeldungen und Diskussionsbeiträgen.

Aus der Menge der Stellungnahmen möchte ich hier auf zwei hinweisen, die ich für die weitere Entwicklung für sehr sinnvoll halte:

Zunächst einmal ist in der FAZ (Ausgabe vom 18. Mai 2017, Seite 8 unter der Rubrik Bildungswelten) ein Beitrag von Stefan Kühl, Gabi Reinmann, Ines Langemeyer und Marcel Schütz erschienen, der Basisannahmen und Implikationen der vom Wissenschaftsrat verfolgten hochschulübergreifenden Strategie auf differenzierte Weise herausarbeitet. Der Beitrag kann in einer ungekürzten Fassung hier als Working Paper heruntergeladen werden.

Working Paper: Zur Forderung des Wissenschaftsrates nach „Lehrverfassungen“ an den Hochschulen.Twittern

Der zweite Text, auf den ich in dem Zusammenhang gern hinweisen wollte, ist — soweit ich sehe — der erste Beitrag eines international ausgerichteten Publikationsorgans, das sich mit dem Thema beschäftigt: Das Fachmagazin Times Higher Education bereitet die Sachlage für die Scientific Community im englischsprachigen Raum auf, wobei auch einige interessante neue Statements aus Wissenschaftsrat und Hochschulrektorenkonferenz eingebunden sind. Für die bildungswissenschaftliche Perspektive auf das Thema habe ich Times Higher Education vergangene Woche ein Interview gegeben und neben meiner persönlichen Sichtweise speziell auch einige Informationen zu den bildungspolitischen Hintergründen und dem bildungsstrategischen Kontext dargestellt. Der Beitrag kann hier gelesen werden.

German universities reject competitive teaching funding.Twittern

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